Geschichte

basketballdoebling

 

Die Anfänge

Das erste internationale Basketballspiel der Union Döbling absolvierte die Damenmannschaft am 24. August 1953 gegen Lausanne. Der in der ersten Halbzeit erspielte Vorsprung von zwölf Punkten schmolz in der flotten Partie zwar fast gänzlich dahin, aber gewonnen wurde dennoch mit 35:32.

So besagt es der älteste erhalten gebliebene Bericht aus den Beständen des langjährigen Sektionsleiters Oskar Schmid. Unterlagen zu den Jahren 1949- 1954 sind laut der Chronik „50 Jahre Sportunion Döbling“ von Maria Rehor, deswegen nicht verfügbar, weil es in diesen Jahren zu einer Vereinsspaltung in die „Österreichische Turn- und Sportunion Döbling“ und „Union Turnverein Donauland“ kam.

Zur Gründung der Sektion Basketball selbst gibt es daher keine Unterlagen mehr, erst ein Artikel aus dem Jahr 1976 gibt als Gründungsjahr 1951 an. Damit ist Basketball eine der ältestenen Sektionen bei Union Döbling, nur Turnen, Judo und Tischtennis gibt es länger.

„In den Anfangsjahren wurde der Betrieb unter heute unvorstellbaren Bedingungen geführt. Es mußte in viel zu kleinen Turnsälen trainiert werden und die Spiele fanden zum Großteil noch auf Freiplätzen statt.“

Gleich Am Anfang mit Damen und Herren erfolgreich

Nach anfänglich guten Erfolgen in den höchsten Spielklassen, sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren, konzentrierte man sich ab Mitte der 60er Jahre auf die Nachwuchsarbeit. Schon in der Saison 1963/64 konnte man bei der „männlichen Jugend B“ den Wiener Meistertitel vorweisen, ebenso im folgenden Jahr. Zur Saison 1966/67 gibt als einzigen diesen Eintrag: „Endlich Trainingsmöglichkeit in der Billrothstr. 73!“, was wohl darauf schließen lässt, dass der Platzmangel wie auch heute noch, eines der bestimmenden Themata der Vereinsarbeit bei Union Döbling war.

Das Jahr 1969 brachte den größten sportlichen Erfolg der Männermannschaft von Union Döbling, man schaffte den Aufstieg in die A- Bundesliga!

Doch schon ein Jahr später musste um den Klassenerhalt bis zum letzten Spiel gekämpft werden, im Bericht heißt es: „1970: Erhalt zur Bundesliga A im letzten Spiel gegen UKJ Mistelbach geschafft. Entscheidungspiel in der Billrothstraße. Die Halle war bis zum letzten Platz (Leitern, etc.) gefüllt und musste polizeilich gesperrt werden. Das Fernsehen brachte einen großteil des Spiels in der Sportsendung.“ Ein Basketballspiel der Union Döbling als Publikumsmagnet und dazu noch im Fernsehen, und das nicht etwa beim Spiel um die Meisterkrone, sondern um den Klassenerhalt!

Zwei jahre später folgte dennoch der Abstieg in die Bundesliga B und im Jahr darauf in die Wiener Liga.

Die starke Zeit der Siebziger

Für die Junioren (heute U19 genannt) brachten die frühen Siebziger, genauer gesagt das Jahr 1974, große Erfolge. In ein und der selben Saison konnten sowohl die Wiener als auch die Österreichische Meisterschaft gewonnen werden. Union Döbling setzte sich im Finalspiel gegen Wüstenrot Salzburg mit 73:72, also denkbar knapp, durch. Die Saison 1974/75 kann wohl als erfolgreichste gelten, um es kurz zu machen: Junioren: Wiener Meister, Österreichischer Staatsmeister, Männer: 1., 2., 3. und 4. Klasse: 1. Platz.

1976 stiegen die Herren wieder in die Bundesliga B auf; gleich darunter heißt es jedoch: „ In den folgenden Jahren mußten die sportlichen Zielsetzungen hauptsächlich aus finanzielen Erwägungen drastisch zurückgesetzt werden.“

Danach konzentrieren sich die großen Erfolge bei den männlichen Nachwuchsmannschaften. Den ersten Platz verbuchte die U14 bei den Wiener Meisterschaften 1978, 1980 gab es für die B- Jugend den Meistertitel in der 2. Klasse, 1981 erreichte die U14 den ersten Platz der Wiener Meisterschaft

 

1986 erreichten die weiblichen Mini II den ersten Platz und die männlichen den zweiten. 1988/89 schafften dann die männlichen Minis den Wiener Meistertitel.

Seit Mitte der Neunziger neuer Aufwärtstrend

Die neunziger Jahre beginnen im Erfolgsregister der Union Döbling mit 1993: die U14 wurde Wiener Meister.

Im Vereinsbericht zur Saison 1995/96 für die Sportunions- Zeitung schreibt Oskar Schmid: „Mit insgesamt 11 Mannschaften, hiervon 6 im Nachwuchs, sowie 180 Aktiven, hat die Sektion im Spieljahr 1995/96 den höchsten Stand seit Beginn 1951 erreicht.

Ob die großen Anstrengungen, sowie Idealismus aller Spieler, Trainer und Funktionäre zu höheren Zielen, im Zeitalter der Legionäre, Sponsoren und Profibetriebe ausreichen,, wird die Zukunft zeigen. [gez.] O.S.“

1998 konnte mit der Jugend (heute U 16) der Österreichische Vizemeistertitel unter der charismatischen Führung von Trainer Mag. Willi Simon errungen werden. 1999 erreichte die B- Jugend (heute U 16) mit dem gleichen Trainer den 3. Platz in der Wiener Meisterschaft, Spieler diese erfolgreichen Teams waren u.a. der heutige Nationalteamspieler Davor Lamesic, als auch der aktuelle Sektionsleiter und Hauptverantwortliche Christian Schüchner.

 Jahrtausendwende zeigen Früchte der Nachwuchsarbeit

Zwei Jahre darauf, in der Spielzeit 2000/01, konnte Union Döbling mit der U 14 Mannschaft die größten Erfolge der jüngeren Zeit feiern: sowohl die Wiener als auch die Österreichische Meisterschaftskrone gingen an den Klub aus dem 19. Wiener Gemeindebezirk. Auch aus diesem Team bezieht die heutige Trainerriege noch Kräfte: João Costa.

„Ein besonderer Faktor für die Erfolge“, steht in dem oben zitierten Artikel aus dem Jahr 1976, „[…] war die spezielle „Döblinger Zusammensetzung“ der Mannschaften, wo lange Zeit in der Mehrzahl Brüder tätig waren“. Fast vierzig Jahre später kann man sagen, dass der Verein zwar seine Erfolge nicht mehr auf Brüderpaare zurückführen kann, dafür ist auch das Einzugsgebiet zu groß geworden, es gibt sie aber noch immer. Dazu gekommen sind die Väter und Söhne, die im gleichen Verein spielen.

 

UNION Döbling baut auf die Erfahrungen aus über 60 Jahren Basketball. Wir freuen uns, dass wir heute in der männlichen und weiblichen Nachwuchsarbeit sehr gute Erfolge verbuchen und auch mit unseren Kampfmannschaften wollen wir an vergangene Erfolge anschließen und langfristig in den Bundesligabetrieb einsteigen.